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Werwolf

Geschrieben von: Nadine

Lykanthropie – ein Begriff der in vielen Mythen und Legenden sämtlicher Kulturkreise eine große Rolle spielt. Sie bezeichnet die Verwandlung des Menschen in einen Wolf (griechisch: lykánthropos; lýkos = Wolf, ánthrōpos = Mensch). Dies ist die ursprüngliche Bedeutung des Wortes, oft wird es jedoch ganz allgemein verwendet, wenn von einer Verwandlung eines Menschen in irgendein Tier gesprochen wird.

Lykanthropen sind besser bekannt unter dem Namen Werwolf und als solches vor allem im europäischen Raum anzusiedeln. Es existieren viele verschiedene Ansichten darüber, wo Werwölfe ihren Ursprung haben, wie sie entstehen und wie sich die Krankheit oder der Fluch ausbreitet. Auch eine wissenschaftliche Ausrichtung existiert. Hier wird von einer psychischen Erkrankung ausgegangen, die den Betroffenen in der Tat glauben lässt, er sei ein Wolfsmensch. Weitaus spannender erscheinen da jedoch die Legenden, die von übernatürlichen, grausamen Wesen berichten.

Die verbreitetste Sichtweise ist wohl die, dass sich der Fluch des Werwolfs durch physische Verletzungen durch den Werwolf auf die Opfer überträgt, also über Bisse oder Kratzer. Dass der Betroffene von Glück sprechen kann, wenn er den Angriff überlebt, kann natürlich angezweifelt werden. Sobald nämlich die Krankheit erst einmal in ihm ausgebrochen ist, verwandelt er sich zumeist bei Vollmond selbst in eine reißende Bestie, die auch vor Familie und Freunden nicht halt macht.

Eine sehr simple Annahme ist, dass die Verwandlung durch das Tragen eines Gürtels aus Wolfshaut oder gar des vollständigen Fells ermöglicht wird. Andere Versionen gehen davon aus, dass die Verwandlungsfähigkeit angeboren oder vererbt ist, zum Beispiel durch die Vereinigung eines Menschen mit einem Gestaltwandler in Menschenform. Wieder andere sehen den Ursprung in reiner Magie. Dabei kann unterschieden werden zwischen freiwilliger (übernatürliche Kräfte) und unfreiwilliger Form (Fluch). Die Verwandlung kann dabei jeweils temporär als auch von Dauer sein.

Auch bei der eigentlichen Verwandlung gehen die Annahmen über die auslösenden Faktoren auseinander. Neben dem bereits genannten Vollmondeinfluss kann die Metamorphose willentlich gesteuert sein. Ein bestimmtes Wort, das der Betroffene hört oder gar liest, kann den Vorgang auslösen. Auch äußere Umstände wie Gefahrensituationen für das Leben des Wolfsmenschen selber oder geliebter Personen können zur plötzlichen Verwandlung führen, die ihn in der Situation stärker und gefährlicher macht.

Werwölfe gelten als blutrünstige Jäger, sind äußerst agil, übermenschlich stark und kaum durch herkömmliche Waffen verwundbar. Viele Erzählungen besagen, dass nur eine Silberkugel oder ein anderer silberner Gegenstand der Bestie gefährlich werden und sie töten kann.

 

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